Neuro- und Kognitionswissenschaften
Die Bezeichnung "Neuro- und Kognitionswissenschaften" umfasst zahlreiche Disziplinen und Teildisziplinen aus verschiedenen Fächern, darunter aus der Neurobiologie, der Neuropharmakologie, der Bildgebung, der Neuropsychologie und der Neurophilosophie. Deren Untersuchungsobjekte beziehen Tiere und Menschen gleichermaßen ein und reichen vom zellulären und subzellulären Bereich – der Erforschung der Nervenzellen und ihrer Bestandteile wie der Nervenzellfortsätze, der Synapsen als Kontaktstellen und der elektrischen und chemischen Kommunikation zwischen Nervenzellen – über das Zusammenwirken kleinerer und großer Nervenzellverbände bei „höheren“ kognitiven und emotiven Prozessen (Lernen, Gedächtnis usw.) und bei der Verhaltenssteuerung bis hin zum gesamten Gehirn und dem Gesamtorganismus, wenn es um das Selbstverständnis des Menschen und die Analyse seiner geistigen und motivationalen Zustände geht.
Der Bereich „Neuro- und Kognitionswissenschaften“ am HWK entspricht in seiner Breite dieser Beschreibung. Das heißt, es gibt in ihm keine engen thematischen Festlegungen. Jedoch fördert das HWK ganz besonders neurowissenschaftliche Fellow-Projekte sowie Tagungen, die den Diskurs zwischen den genannten Teildisziplinen wie auch den Brückenschlag zwischen den Neurowissenschaften und den Sozialwissenschaften fördern.
Auf folgenden neuro- und kognitionswissenschaftlichen Feldern hat sich das HWK in den vergangenen Jahren ganz besonders engagiert:
- Verhaltensneurobiologie
- theoretische Neurobiologie und die Theorie neuronaler Netze
- alle Aspekte des auditorischen Systems (Psychophysik, medizinische Physik, Physiologie des Gehörs usw.) und des visuellen Systems
- Themen aus dem Bereich der Neurophilosophie, darunter die Frage nach der menschlichen Willensfreiheit
- Neurowissenschaften im Kontext von Informatik und Robotik (Entwicklung autonomer Roboter, räumliche Kognition von Robotern, Interaktion/Kommunikation zwischen Menschen und technischen Systemen)
Gefördert werden vom HWK Gastaufenthalte („Fellowships“) von drei bis zehn Monaten und Workshops beziehungsweise Konferenzen. Kooperationspartner in der Region sind – neben den einschlägigen Universitätsinstituten – unter anderem folgende renommierte Einrichtungen:
- das internationale Graduiertenkolleg „Neurosensorik“ (Oldenburg)
- die Forschergruppe „Dynamik und Stabilisierung retinaler Verarbeitung“ (Oldenburg)
- Sonderforschungsbereich/Transregio 31 „Das aktive Gehör“ (Oldenburg)
- Das Center for Advanced Imaging (CAI, Bremen)
- das Zentrum für Kognitionswissenschaften (ZKW, Bremen)
- das Zentrum für Neurowissenschaften Bremen GmbH (3 Tesla-Forschungsscanner)
Nähere Auskünfte unter der E-Mail-Adresse: wstenzel[ at ]h-w-k.de
