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Dienstag, 02.05.17

Der Wissenschaftsrat stellt fest: Das Hanse-Wissenschaftskolleg ist ein Leuchtturm im Nordwesten

Die Länder Bremen und Niedersachsen haben den Wissenschaftsrat (WR) im Dezember 2015 gebeten, das im Oktober 1995 als Stiftung des bürgerlichen Rechts gegründete „Hanse-Wissenschaftskolleg“ (HWK) in Delmenhorst zehn Jahre nach der ersten Evaluation erneut zu prüfen. Eine Bewertungsgruppe hat daraufhin das Hanse-Wissenschaftskolleg am 17./18. November 2016 besucht und auf der Grundlage dieses Besuchs sowie der vom Kolleg vorgelegten umfangreichen Berichte und Dokumentationen einen Bewertungsbericht verabschiedet. Der Evaluationsausschuss des Wissenschaftsrates hat auf Basis dieses Bewertungsberichts eine wissenschaftspolitische Stellungnahme erarbeitet, die der Wissenschaftsrat in seiner Stellungnahme am 28. April 2017 verabschiedet hat.
Am 02. Mai veröffentlichte jetzt der WR seine wissenschaftspolitische Stellungnahme zum HWK. Sie ist unter 
https://www.wissenschaftsrat.de/index.php?id=1381&L= einzusehen.

„Die uneingeschränkt positiven Bewertungen und wertvollen Anregungen seitens des WR zeigen, dass die Stifter des HWK – die Länder Bremen und Niedersachsen sowie die Stadt Delmenhorst – mit dessen Gründung eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen haben. Seit mehr als 20 Jahren befördert das Kolleg die wissenschaftliche Weiterentwicklung in der Nordwest-Region, und mittlerweile hat die Einrichtung auch eine internationale Reputation erreicht. Dazu hat Prof. Weiler mit seinem gesamten Team mit großen Engagement beigetragen“, sagt die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur und Vorsitzende des HWK-Stiftungsrates, Gabriele Heinen-Kljajić.

Prof. Dr. Reto Weiler, seit September 2008 Rektor des HWK, ist stolz über das überaus positive Ergebnis und Lob: „Die Beurteilung durch den Wissenschaftsrat bestätigt in eindrucksvoller Weise unsere äußerst erfolgreiche Arbeit. Das HWK hat sich zu einem international anerkannten Institute for Advanced Study mit exzellentem Fellow- und Tagungsprogramm entwickelt und sich seinen anerkannten Platz im Kreis des weltweit kleinen Kreises von IAS erobert. Es fördert dabei ebenso mit großem Erfolg die Kooperation und strategische Weiterentwicklung der Universitäten Bremen und Oldenburg.“

Der Wissenschaftsrat führt in seinem Pressebericht unter anderem aus, dass das HWK als Katalysator und „Denkraum“ im Nordwesten wertvolle Beiträge zur Stärkung der universitären Forschungsschwerpunkte und zur Initiierung von Forschungsgruppen und Verbundvorhaben geleistet hat und auch die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Region von der Präsenz und internationalen Anziehungskraft des HWK profitieren.

Besonders begrüßt der WR die seit 2008 vollzogene interdisziplinäre Öffnung der Schwerpunktbereiche sowie die Ergänzung des HWK-Portfolios um Fellows aus dem künstlerischen und schriftstellerischen Bereich.

Positiv bewertet der WR auch, dass durch das Postdoc-Fellow-Programm für Angehörige der Universitäten Bremen und Oldenburg sowie durch die Unterstützung dortiger Forschungsgruppen die Kooperation mit den Universitäten nochmals weiter ausgebaut wurde, weil dadurch auch die Stärken der Universitäten weiterhin unterstützt und die interdisziplinäre Zusammenarbeit gestärkt wird. Allerdings hebt der WR in diesem Zusammenhang auch die dafür nötigen zusätzlichen Zuwendungen der Stifterländer hervor.

Schließlich empfiehlt der Wissenschaftsrat dem HWK und seinen Stiftern, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen, die Schwerpunktbereiche zu interdisziplinären Plattformen auszubauen und durch themenbezogene Calls for Fellows die programmatische Eigenständigkeit weiter zu verfolgen.

Das HWK fördert als unabhängiges Institute for Advanced Study (IAS) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Bremen und Oldenburg die nationale und internationale, disziplinäre und interdisziplinäre Zusammenarbeit besonders qualifizierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Fellows). Die eingeladenen Fellows arbeiten in der Regel drei bis zehn Monate am HWK, in denen sie ihren selbstbestimmten Forschungsprojekten nachgehen. Diese Forschung erfolgt im Rahmen der vier inhaltlichen Schwerpunktbereiche am HWK (Brain, Earth, Energy und Society) und häufig in Kooperation mit wissenschaftlichen Partnern an der Universität Bremen und an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Nordwest-Region.
Seit 2008 hat das HWK unter dem Titel „Arts & Humanities“ zusätzlich ein Fellow-Programm für bildende Künste und Literatur aufgebaut und sukzessive erweitert.

Seit 2013 unterstützt das Kolleg die Exzellenzbestrebungen der Universitäten Bremen und Oldenburg mit speziellen Programmen (Special Programs). Weitere jüngere Entwicklungen betreffen die Durchführung von bereichsübergreifenden, wissenschaftlichen Veranstaltungen und die Einrichtung von Study Groups, in denen ehemalige Fellows des HWK mit ausgesuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über einen Zeitraum von ca. drei Jahren zusammenarbeiten.

Das Fazit Rektor Weilers: „Institutes for Advanced Study als soziale Forschungsinfrastrukturen, die individueller wissenschaftlicher Exzellenz Raum und Zeit für den unabhängigen, offenen und interdisziplinären Austausch bieten, werden an Bedeutung gewinnen und zu unentbehrlichen Institutionen unserer Wissenslandschaft werden“.


Pressekontakt
Hanse-Wissenschaftskolleg
Dipl. Soz. Heidi Müller-Henicz
Lehmkuhlenbusch 4, 27753 Delmenhorst
Tel. 04221/9160-214
hmuehenicz@h-w-k.de
www.h-w-k.de

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