MEDIA MEETS DIVERSITY @ SCHOOL

Koordination: Dr. Dorothe Poggel, HWK

 

Mitglieder

Universität Bremen: Dr. Iris Bockermann, Digitale Medien in der Bildung; Prof. Dr. Sabine Doff, Fremdsprachendidaktik Englisch / Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung; Prof. Dr. Christine Knipping, Didaktik der Mathematik in der Sekundarstufe; Prof. Dr. Maria Peters, Kunstpädagogik / Ästhetische Bildung; Dr. David Reid, Didaktik der Mathematik; Prof. Dr. Florian Schmidt-Borcherding, Empirische Lehr-Lern-Forschung und Pädagogische Psychologie; Prof. Dr. Karsten Wolf, Medienpädagogik / Zentrum für Multimedia in der Lehre;
Universität Oldenburg: Prof. Dr. Jörn Brüggemann, Fachdidaktik Deutsch; Prof. Dr. Ira Diethelm, Didaktik der Informatik; Prof. Dr. Yvonne Ehrenspeck-Kolasa, Allgemeine Pädagogik; Prof. Dr. Dietmar Grube, Pädagogische Psychologie; Christian Kramer, Fremdsprachendidaktik Englisch; Prof. Dr. Barbara Moschner, Lehr-Lern-Forschung; Fabian Nattkämper, Niederländische Fachdidaktik; Dr. Joanna Pfingsthorn, Fremdsprachendidaktik Englisch; Prof. Dr. Anke Spies, Pädagogik und Didaktik des Elementar- und Primarbereichs; Landesinstitut für Schule, Bremen: Dr. Rainer Ballnus, Zentrum für Medien.
 

Laufzeit: 01. April 2016 - 31. März 2019
 

Inhalte

Im Mittelpunkt der geplanten Study Group steht die Frage, wie digitale Medien so eingesetzt werden können, dass dadurch ein adäquater schulischer Umgang mit der zunehmenden Diversität von Schüler/-innen im Fachunterricht (am Beispiel verschiedener Unterrichtsfächer) als auch fachübergreifend unterstützt wird. Niedersachsen und Bremen gehören zu der Mehrheit der Bundesländer, in denen durch die jüngsten Reformen im Bildungswesen die äußere Differenzierung durch Reduktion der Mehrgliedrigkeit des Sekundarschulsystems abgenommen hat. In Verbindung mit der Einführung von Inklusion (in Bremen bereits flächendeckend, in Niedersachsen mit wachsender Tendenz an Schulen umgesetzt) trägt dies bei zu einer deutlichen Steigerung der Diversität unter den in einem Klassenzimmer versammelten Schüler/-innen, im Hinblick z.B. auf ihre sprachlichen und kulturellen Voraussetzungen, ihre Lernbiographien und Leistungen. Während in der erziehungswissenschaftlichen Forschung der Umgang mit Heterogenität bereits seit längerem verankert ist, hat sich die fachdidaktische Forschung erst in den letzten Jahren zunehmend mit diesen Fragestellungen befasst. Das Potenzial, das digitale Medien für die Unterstützung dieser Prozesse bieten, wurde bislang (fachspezifisch) nur in Ansätzen entwickelt. Dies ist umso erstaunlicher, als handlungsleitende Theorien für Lehrerbildung und Schulpraxis auf dieser Ebene dringend erforderlich sind. Die Focus Group geht von der Annahme aus, dass solche Theorien dann besonders wirksam werden können, wenn sie in der Schnittmenge der relevanten Disziplinen (u.a. Fachwissenschaften, Fachdidaktik, Erziehungswissenschaften, Didaktik der Informatik, Medienpädagogik) angesiedelt sind. Für solche Schnittmengen fehlen im universitären Alltagsgeschäft oft der Raum und die Plattform.

Ziel der interuniversitären Focus Group unter Beteiligung der Universitäten Bremen und Oldenburg ist die Zusammenführung interdisziplinärer Perspektiven auf den Themenkomplex des Einsatzes und der Nutzbarmachung von Medien in heterogenen Lerngruppen unter der leitenden Fragestellung, welche Inhalte im Fachunterricht mit welchen Medien für die Entwicklung adaptiver Lernumgebungen wie aufbereitet werden können. Beispiele für Teilfragen, die im Rahmen der Study Group erst genauer spezifiziert und ggf. noch ausgearbeitet bzw. ergänzt werden, sind:
 

  • Welche Inhalte eignen sich im Fachunterricht besonders für die mediale Aufbereitung?
  •  Wie können digitale Medien eingesetzt werden, um im Fachunterricht und/oder fachübergreifend verschiedene Dimensionen der Heterogenität von Lernenden zu erfassen und als Ressource für die Unterstützung von Lernprozessen nutzbar zu machen?
  • Wie sind fachspezifische und fachübergreifende Lernerkompetenzen entsprechend zu modellieren und zu evaluieren?
  • Wie und wozu wurden Medien in der Vergangenheit in der Schule eingesetzt? Was lässt sich daraus über Chancen und Grenzen des Einsatzes digitaler Medien heute ableiten?


Die Themengruppe ist damit in der bislang wenig erforschten und durch passgenaue Unterrichtsdesigns für die Grund- und Sekundarstufe konkretisierten Schnittmenge zwischen Medienpädagogik, Didaktik der Informatik, Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und Erziehungswissenschaften angesiedelt. Sie versammelt Lehrende und Forschende aus den genannten Bereichen an den beiden Standorten Oldenburg und Bremen sowie Gäste voraussichtlich aus den Niederlanden, Luxemburg und den USA.
 

Veranstaltungen
 

  • zwei Treffen (Retreats im kleineren Kreis) pro Jahr
  • ein Meeting mit (internationalen) Gästen
  • große Abschlusstagung 2019


"Kick off": 26.04.- 27.04.2016 mit internationalen Gästen aus den USA und Luxemburg. Beteiligungsmöglichkeit für Doktorandinnen der Arbeitsgruppen an den Standorten Bremen und Oldenburg.

2. Treffen: 08.11.2016 mit Inputs von Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Medienpädagoge der Universität Mainz und Prof. Dr. Ira Diethelm, Didaktikerin der Informatik der Universität Oldenburg.

3. Treffen: 23.05.2017 zum Thema Diversität. Beteiligungsmöglichkeit für Doktorandinnen der Arbeitsgruppen an den Standorten Bremen und Oldenburg.

Ziele
 

  • interuniversitärer Drittmittelantrag
    Publikation der Ergebnisse der Abschlusstagung 2019