HWK - Jahresbericht 2016

der Jahresbericht des Hanse-Wissenschaftskollegs für das Jahr 2016 ist gerade druckfrisch bei uns angekommen.

Informativ und anschaulich gibt er einen Überblick über unsere Fellows, Projekte, Publikationen, besondere Begebenheiten und nicht alltägliche Erlebnisse und Ereignisse des zurückliegenden Jahres. Damit bringt er einmal mehr die besondere Atmosphäre eines Institute for Advanced Study nahe, als Voraussetzung für das Leben und Arbeiten seiner Fellows. Ihnen und ihren Projekten haben wir wieder eine eigene Broschüre "Fellows 2016" gewidmet, welche Wissenschaft über die Personen greifbar und ihre Faszination spürbar werden lässt. Diese Broschüre, genauso wie der Jahresbericht 2016, stehen ab sofort auf unserer Homepage unter dem Link

www.h-w-k.de/menue-oben/downloads.html

als PDF zur Verfügung.

zurück

Globalisierung und Wachstum

Öffentlicher Vortrag im HWK am 10. September um 19.30 Uhr


Globalisierung wurde seit den 19900er Jahren als ein neuer Motor des wirtschaftlichen Wachstums gefeiert und als Begründung darauf verwiesen, dass die Entgrenzung einer Welt, die im Kalten Krieg geteilt war, Transaktionskosten verringere und die Mechanismen des Marktes in immer mehr Weltregionen gegenüber politischen Interventionen zur Geltung bringe. Dies sichere Wohlstandsgewinne und ermögliche konsequenterweise die Ausdehnung demokratischer Ordnungen.
Dieses naive Szenario trifft inzwischen auf wachsende Skepsis, ohne dass die Zentralität der Globalisierungsdiagnose grundsätzlich in Frage gestellt würde.
Was hat also Globalisierung mit Wachstum zu tun? Ist dies eine Frage, die sich erst seit 1989 stellt oder hat sie einen längeren historischen Vorlauf? Und was bedeutet es, Wachstum und globale Herausforderungen des Anthropozän (also jener erdgeschichtlichen Epoche, die vom Eingreifen des Menschen substantiell geprägt ist) miteinander in Beziehung zu setzen?
Der Vortrag gibt einen Überblick zur Globalisierungsdiskussion der letzten drei Jahrzehnte und formuliert Antworten auf die oben genannten Fragen.

Dr. Matthias Middell ist Professor für Kulturgeschichte an der Universität Leipzig, wo er das Global and European Studies Institute leitet. 2007 lehrte er an der Duke University als Fulbright Professor für Transnationale Geschichte, seit 2016 leitet er in Leipzig den Sonderforschungsbereich „Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“. Er ist seit 1991 Herausgeber von Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte.