Vernissage der Ausstellung MEMORY GARDENS im HWK am 14.09.

Nadia Lichtig aus Montpellier, Frankreich, ist seit Anfang September neuer Artist in Residence im Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK).

Während des Aufenthaltes der Künstlerin in Delmenhorst zeigt das HWK die Ausstellung MEMORY GARDENS mit unterschiedlichen Arbeiten von Nadia Lichtig.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 14. September laden wir herzlich ein (siehe die als PDF beigefügte Einladung).

Nadia Lichtig (* 1973) lebt und arbeitet in Montpellier. Sie verfolgt eine künstlerische Praxis, in der Arbeitsprozess, Erinnerungen und poetische Erfahrung Arbeitsmaterialien von identischer Bedeutung sind. Ihre Installationen kreieren neuartige Verbindungen zwischen disparaten Elementen wie Stimme, Zeichnung, Malerei und Digitaldruck, wobei jedes dieser Elemente sukzessiver Transformation unterworfen wird: Gefundene Worte werden Zeichnung, Photographie, Duft; sie werden Markierung, Gemälde, Digitaldruck oder Text in Vinyl graviert …. Diese Modifizierungen und deren Koexistenzen resultieren in der Ambivalenz, die Nadia Lichtigs Schaffen auszeichnet und den Betrachter einlädt, permanent neu zu fokussieren, den eigenen Blickwinkel neu zu justieren.

Ausstellung MEMORY GARDENS (17. September – 5. Dezember 2018)

Eröffnung: Freitag, 14. September 2018, 18:30 im Hanse-Wissenschaftskolleg, Lehmkuhlenbusch 4, 27753 Delmenhorst

Öffnungszeiten: Montag – Freitag, 10 – 15 Uhr

Achtung: Am Dienstag, 18. September, bleibt die Ausstellung wegen einer Veranstaltung ganztägig geschlossen!

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Globalisierung und Wachstum

Öffentlicher Vortrag im HWK am 10. September um 19.30 Uhr


Globalisierung wurde seit den 19900er Jahren als ein neuer Motor des wirtschaftlichen Wachstums gefeiert und als Begründung darauf verwiesen, dass die Entgrenzung einer Welt, die im Kalten Krieg geteilt war, Transaktionskosten verringere und die Mechanismen des Marktes in immer mehr Weltregionen gegenüber politischen Interventionen zur Geltung bringe. Dies sichere Wohlstandsgewinne und ermögliche konsequenterweise die Ausdehnung demokratischer Ordnungen.
Dieses naive Szenario trifft inzwischen auf wachsende Skepsis, ohne dass die Zentralität der Globalisierungsdiagnose grundsätzlich in Frage gestellt würde.
Was hat also Globalisierung mit Wachstum zu tun? Ist dies eine Frage, die sich erst seit 1989 stellt oder hat sie einen längeren historischen Vorlauf? Und was bedeutet es, Wachstum und globale Herausforderungen des Anthropozän (also jener erdgeschichtlichen Epoche, die vom Eingreifen des Menschen substantiell geprägt ist) miteinander in Beziehung zu setzen?
Der Vortrag gibt einen Überblick zur Globalisierungsdiskussion der letzten drei Jahrzehnte und formuliert Antworten auf die oben genannten Fragen.

Dr. Matthias Middell ist Professor für Kulturgeschichte an der Universität Leipzig, wo er das Global and European Studies Institute leitet. 2007 lehrte er an der Duke University als Fulbright Professor für Transnationale Geschichte, seit 2016 leitet er in Leipzig den Sonderforschungsbereich „Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen“. Er ist seit 1991 Herausgeber von Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte.